Programm

TWINS | Conference Ruhr

Begrüßungsempfang


Die dreitägige TWINS Conference Ruhr – Cities in Climate Change eröffnet am am 6. November mit einem gemütlich-gemeinschaftlichen Abend auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein.

Begrüßt werden die Gäste von Oberbürgermeister Thomas Kufen, Josef Hovenjürgen MdL, Vorsitzender der Verbandsversammlung des RVR, und Dr. Heinrich Dornbusch, Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW. In einem Podiumgespräch erfahren Sie, wie sich Essen von einer Kohle- und Stahlstadt in die Grüne Hauptstadt Europas verwandeln konnte und zum Modell für andere europäische Städte im Strukturwandel geworden ist, wie sich die gesamte Metropole Ruhr immer wieder neu erfunden hat und nun gemeinsam als Region in eine grüne Dekade startet.

Wie der Klimawandel die Zukunft der eigenen Stadt heute schon beeinflusst und in Zukunft beeinflussen wird, zeigt ein interaktives Spiel, das die Entwicklungen hautnah erlebbar macht. Eine feine Auswahl an Speis und Trank sowie Live-Musik des Ensembles Trionova runden den Eröffnungsabend ab, der jede Menge Raum für beflügelnde Gespräche und Begegnungen lässt.

 

Moderator: Harald Greising, Leverkusen, Deutschland

Veranstalter

Grüne Hauptstadt Europas - Essen 2017


18:00
Willkommen

18:20
Podiumsdiskussion

18:50
Interaktives Spiel

19:10
Talk und Buffet

21:00
Ende der Veranstaltung

© Jochen Tack / Stiftung Zollverein

Halle 12 - Plenarsaal

Vorträge + Workshops


Der zweite Konferenztag der internationalen TWINS Conference Ruhr - Cities in Climate Change  verbindet inspirierende Vorträge mit interaktiven Workshops zu Themen rund um kommunalen Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel.

Veranstalter

Regionalverband Ruhr


10 Uhr

Begrüßung durch den Gastgeber
Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des Regionalverbandes Ruhr, Essen, Deutschland

Begrüßung durch Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen
Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen

 

ERÖFFNUNGSVORTRÄGE

Die Konferenzbesucher werden von inspirierenden Eröffnungsrednern begrüßt, die den Zusammenhang zwischen Urbanisierung und Klimawandel beleuchten:


Karl Falkenberg
ehemaliger Generaldirektor Umwelt, Europäische Kommission, Brüssel, Belgien

Saskia Beer
Gründerin/Direktorin, TransformCity®, Amsterdam, Niederlande


Im Anschluss stellt Monika Zimmermann, Stellvertretende Generalsekretärin von ICLEI - Local Governments for Sustainability, das Kooperationsprojekt Urban Transitions Alliance vor, das die Ergebnisse der TWINS Conference Ruhr weitertragen wird.

Um die lokale Bedeutung des globalen Klimawandels hervorzuheben, berichten TWINS-Paare von gemeinsame Herausforderungen, denen sie im Hinblick auf den Klimawandel gegenüber stehen.

© ICLEI - Local Governments for Sustainability


12 Uhr

Nach der Mittagspause erhalten die Konferenzteilnehmer die Gelegenheit, das UNESCO-Welterbe Zollverein und seine außergewöhnliche Industriearchitektur kennenzulernen.

© Jochen Tack / Stiftung Zollverein


14 Uhr

Parallel stattfindende Workshops behandeln zentrale Themen, die Städte im Klimawandel beschäftigen. Der Aufbau der Workshops fördert interaktive Diskussionen, in denen die Konferenzteilnehmer ihre Erfahrungen austauschen, gemeinsame Herausforderungen definieren und Lösungsansätze erabeiten. Folgende Themenbereiche sind vorgesehen:

Referenten:

Reinder Brolsma, Senior Researcher für städtische Wasserbewirtschaftung, Deltares, Utrecht, Niederlande

Jost Wilker,
Geschäftsstelle Grüne Infrastruktur, Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, Deutschland

Ein gut verbundenes Netzwerk grüner und blauer Infrastruktur macht Stadtgebiete nicht nur attraktiver, sondern hilft auch dabei, zu Mikroklimas zu regulieren und Emissionen zu absorbieren. Die Integration grüner Infrastrukturmaßnahmen und wassersensibler Stadtentwicklungsprinzipien hilft Städten, lebenswerter und resilienter zu werden.

Halle 12 - Saal 1

Referenten:

Jan-Philippe Schilt, Projektmanager, eco – Verband der Internetwirtschaft, Köln, Deutschland

Carolin Schröder, Bereichsleiterin Partizipation, Technische Universität Berlin, Deutschland

Digitalisierung und Automatisierung versprechen, städtische Systeme ressourceneffizienter zu machen, Bürgerbeteiligung zu erhöhen und ganz allgemein die Lebensqualität zu verbessern. Diese Transformationsprozesse müssen jedoch sinnvoll begleitet und von tragfähigen Richtlinien begleitet werden, um Datenschutzrisiken zu vermeiden, Rebound-Effekte durch zusätzliche IKT-Infrastruktur zu vermeiden und wirkliche Inklusivität sicherzustellen.

Halle 12 - Plenarsaal

Referent: Holger Dalkmann, Leitender Berater, Agora Verkehrswende, Berlin, Deutschland

Eine wichtige Herausforderung im kommunalen Klimaschutz ist die Dekarbonisierung des Stadtverkehrs. Hierzu gehört vor allem die Verringerung des motorisierten Individualverkehrs durch die Bereitstellung klimafreundlicher Alternativen zum Automobil. Neben dem Ausbau von Fuß- und Radwegen und der Bereitstellung öffentlicher Fahrradverleihsysteme erfordert dies vor allem Investitionen in den Personennahverkehr, sowie in den Bereich Elektromobilität. Auch Güterströme und Logistiknetzwerke müssen optimiert werden, um den innerstädtischen Verkehr zu entlasten und klimaschädliche Staus zu vermeiden.

Halle 2

Referenten:

Ute Collier, Programmleiterin, Abteilung für erneuerbare Energien, Internationale Energieagentur (IEA), Paris, Frankreich

Peter Schilken, Leitender Programmdirektor, Energy Cities, Besançon, France

Cornelia Schuch, Seniorexpertin Energieeffiziente Gebäude, Deutsche Energie-Agentur (DENA), Berlin, Deutschland

Städte erzeugen bis zu 70% aller CO2-Emissionen und tragen so maßgeblich zum Klimawandel bei. Hier setzt die lokale Energiewende hin zu nachhaltigen, dezentrale Energiesystemen an: Politische Ziele sind umsetzbare Energiekonzepte sowie die Einbeziehung von Bürgern und örtlichen Unternehmen, auf technischer Ebene müssen lokale und regionale Verteilernetze modernisiert, ausgebaut sowie mit intelligenten Messsystemen und Speichertechnologien ausgestattet werden.

Halle 6

Referenten:

Corrado Topi, Senior Research Fellow, Umweltabteilung, Universität York / Stockholm Environmental Institute, York, UK

Jurn de Winter, Projektmanager, Circle Cities Programm, Circle Economy, Amsterdam, Niederlande

Für den Wandlungsprozess von einer linearen zu einer Kreislaufwirtschaft ist ein ganzheitlichen Ansatz im Hinblick auf Baumaterialien, Industrie- und Haushaltsabfälle, Energieflüsse, Wasserressourcen und andere städtische Stoffströme nötig. Städte müssen ihre urbane Stoffkreisläufe verstehen, um eine grüne Wirtschaft zu schaffen, Emissionen zu reduzieren und Ressourcenverknappung entgegenzuwirken.

Rundeindicker

Referentin: Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand, Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V., Stuttgart, Deutschland

Rund ein Drittel des weltweiten Energiebedarfs entfällt auf den Gebäudebestand. Gleichzeitig ist dieser für etwa ein Viertel des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich. Konkrete kommunale Maßnahmen beinhalten die fachgerechte Sarnierung von Altbauten,  die Berücksichtigung von Niedrigenergiestandards bei der Planung neuer Gebäude sowie die Umsetzung von Plusenergiekonzepten durch eine Kombination von Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung und Energieerzeugung durch Solaranlagen Schließlich muss auch die Anpassung an Klimawandelfolgen wie Hitzewellen, Stürme oder Überschwemmungen bei der Sanierung und Erweiterung des Gebäudebestands berücksichtigt werden.

Kokskohlenbunker 1

Referent: Janpeter Beckmann, Projektmanager, Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP), Wuppertal, Deutschland

Die Finanzierung von Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen erfordert hohe kommunale Investitionen. Neue Finanzierungsinstrumente und -modelle, wie Green Bonds und öffentlich-private Partnerschaften, sind vonnöten um die urbane Infrastruktur klimafreundlich auszurichten. Gleichzeitig müssen Klimaschutz und Nachhaltigkeit als ausschlaggebende Auswahlkriterien in kommunale Beschaffungsprozesse integriert werden. Ein praxisnaher Austausch von Erfahrungen und Erfolgen zwischen Städten kann die Umsetzung dieser Verwaltungsaufgaben in Kommunen beschleunigen.

Kokskohlenbunker 2

17 Uhr

Die Ergebnisse der verschiedenen Workshops werden zusammengefasst und im Plenum präsentiert. Im Nachgang der Konferenz soll eine gemeinsame Erklärung an die UN-Klimakonferenz 2017 (COP23) in Bonn übergeben werden.

ABSCHLUSSVORTRAG 

Dhirendra Kumar
Teamleiter, Regulatory Implementation Unit, Sustainable Development Mechanisms Programme,
Sekretariat des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC), Bonn

 

Die Zusammenfassung und Visualisierung der Ergebnisse erfolgt in Kooperation mit Illustratorin Marie Jacobi.

© Marie Jacobi / visualrecording.de


Exkursionsprogramm


Am dritten Konferenztag der internationalen TWINS Conference Ruhr - Cities in Climate Change haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, sich an Ort und Stelle von der Klimaschutzleistung verschiedener Projekte in der Region zu überzeugen. Die Exkursionen werden von der KlimaExpo.NRW organisiert. Als Leistungsschau und Ideenlabor für den Klimaschutz in Nordrhein-Westfalen präsentiert sie Projekte, die sich mit innovativen Lösungen den Herausforderungen des Klimawandels stellen.

Die Konferenzteilnehmer erhalten die besondere Gelegenheit, eine Auswahl herausragender Klimaschutzaktivitäten qualifizierter KlimaExpo.NRW-Projekte kennenzulernen. Begleitet von Projektverantwortlichen erhalten sie spannende Einblicke, die folgende zentrale Themenbereiche aus dem kommunalen Klimaschutz beleuchten.

 

 

Veranstalter

KlimaExpo.NRW


Wie die klimafreundliche Gestaltung von Quartieren umgesetzt werden kann, zeigen Beispiele in der Metropole Ruhr. Die Exkursionen zum Thema Stadtentwicklung führen die Gruppen zu qualifizierten Projekten der KlimaExpo.NRW.

Solarsiedlung, Gelsenkirchen
Beispielhaft für Solaren Städtebau

Energielabor Ruhr, Gelsenkirchen
Städteübergreifendes Projekt zur ressourcen- und energieeffizienten Umgestaltung von Siedlungen

KWK-Anlagen des Gas und Wärme Instituts, Essen
Präsentation verschiedener Anlagen für den klimafreundlichen Einsatz in Bestandsgebäuden

© Manfred Vollmer

Gelsenkirchen Essen

Wie die klimafreundliche Gestaltung von Quartieren umgesetzt werden kann, zeigen Beispiele in der Metropole Ruhr. Die Exkursionen zum Thema Stadtentwicklung führen die Gruppen zu qualifizierten Projekten der KlimaExpo.NRW.

InnovationCity / Elting-Viertel, Essen
Musterbeispiel für klimagerechten Stadtumbau

GBB Plusenergiehaus, Bottrop
Das landesweit erste Plusenergiehaus im geförderten Geschosswohnungsbau

Kreativ.Quartier Lohberg, Dinslaken
Umgestaltung des ehemaligen Zechenstandortes zum CO2-neutralen Stadtviertel

© RAG Montan Immobilien

Essen Bottrop Dinslaken

Diese Exkursion bietet Einblicke in Projekte, die sich mit neuen klimafreundlichen Energietechnologien und innovativer Forschung befassen. Neuartige Speichertechnologien und das weltweit längste Supraleiterkabel, das Mitten in der Essener City in Betrieb genommen wurde, bieten neue Möglichkeiten für die klimagerechte Stadtentwicklung.

Fraunhofer Institut UMSICHT & Volterion, Oberhausen
Das Fraunhofer Institut steht für innovative Forschung zur Energiewende. Das Projekt Volterion, in dem innovative Energiespeicher für zu Hause entwickelt werden, ist ein Beispiel für erfolgreiche Entwicklungen des Instituts.

Aluminiumelektrolyse als virtuelle Batterie, TRIMET, Essen
Der hier erforschte Stromspeicher ermöglicht die Integration Erneuerbarer Energien in das Stromnetz und unterstützt die Versorgungssicherheit.

AmpaCity, innogy, Essen
Das 15 Zentimeter starke Supraleiterkabel ersetzt auf einer Strecke von einem Kilometer eine klassische 110 Kilovolt Kabeltrasse im Netz und ersetzt innerstädtische Umspannwerke.

© Fraunhofer UMSICHT

Oberhausen Essen

Wie kann die Integration von Elektromobilen in der kommunalen Verwaltung der Stadt funktionieren? Und wie ist die Umsetzung eines Radschnellwegs im Ballungsraum möglich? Die Exkursion zum Thema Mobilität zeigt dies anhand ausgewählter innovativer Beispiele aus der Metropole Ruhr.

Radschnellweg Ruhr - RS1, Regionalverband Ruhr, Essen
Der RS1 ist der erste Radschnellweg in einem Ballungsgebiet und bietet eine neue Schnellverbindung für klimafreundliche Mobilität in der Metropole Ruhr. Der Programmpunkt beginnt mit einer Präsentation in den Räumlichkeiten des Regionalverbands Ruhr, bevor das RS1-Teilstück in Essen vor Ort besichtigt wird.

metropol-E, Dortmund
Integration eines intermodalen Pooling-Systems, das stark auf die Integration von Elektromobilität, Fahrrad und öffentlichem Nah- und Fernverkehr setzt.

© AGFS/P.3 Agentur

Essen Dortmund

ABLAUF

09:30 - Treffpunkt
Fritz-Schupp-Allee, UNESCO-Welterbe Zollverein.
Den genauen Abfahrtsort entnehmen Sie bitte unserer Übersicht.

10:00 - Abfahrt

Bitte beachten Sie, dass auf zu spät kommende Teilnehmer nicht gewartet werden kann.

15:00 - Rückkehr
UNESCO-Welterbe Zollverein.


Vor Ort erwarten die Teilnehmer Präsentationen und Führungen (teils im Außenbereich).

Wir besuchen teilweise Anlagen, bei denen besondere Sicherheitsvorschriften gelten. Bitte beachten Sie die Sicherheitsvorkehrungen vor Ort und leisten Sie den Anweisungen der Projektverantwortlichen stets Folge.